Reiskäfer
Reiskäfer
Splintholzkaefer
Nordamerikanische Splintholzkäfer
Museumskäfer
Museumskäfer
Messingkäfer
Messingkäfer
Mehlkäfer
Mehlkäfer
Maiskäfer
Maiskäfer
Kugelkäfer
Kugelkäfer
Kornkäfer
Kornkäfer
Kellerassel
Kellerassel
Teppichkäfer
Teppichkäfer
Berlinkäfer
Berlinkäfer
Marienkäfer
Asiatische Marienkäfer
Reismehlkäfer
Reismehlkäfer
Brauner Pelzkäfer
Brauner Pelzkäfer (weibchen)
Braune Pelzkäfer
Braune Pelzkäfer (männchen)
Brotkäfer
Brotkäfer
Gefleckter Pelzkäfer
Gefleckter Pelzkäfer
Gemeine Nagekäfer
Gemeine Nagekäfer
Weitere
 

Teppichkäfer (Anthrenocerus australis)

 

Aussehen
Der Australische Teppichkäfer (Anthrenocerus australis) ist eine sehr kleine, unscheinbare Käferart, die nur rund 2 bis 3 mm lang wird. Auf den hellbraunen Flügeldecken verlaufen drei undeutliche, unvollständige Zickzacklinien aus weißen Borsten. Kopf und Halsschild sind etwas dunkler als die Flügeldecken. Die lang gestreckten Larven dieser Käferart werden 3 bis 6 mm lang. Am Ende des Hinterleibs fällt ein Büschel sehr langer Haare auf. Kurz davor stehen zahlreiche, deutlich kürzere Pfeilhaare. Dies sind spezialisierte, pfeilförmige Haare, die die Larve zur Verteidigung einsetzen kann.

 

Lebensweise
Diese Käferart bildet bei Zimmertemperatur zwei bis drei Generationen im Jahr aus. In unseren Breiten scheint die gesamte Entwicklung innerhalb von Gebäuden abzulaufen, da die Tiere noch nie im Freiland gefunden wurden. Die Käfer orientieren sich zum Licht hin und sitzen daher oft an den Fensterscheiben. Die Larven leben dagegen sehr versteckt z. B. hinter Schränken oder in Wäschetruhen. Sie fressen Wolltextilien an, da sie sich von dem Eiweiß Keratin ernähren können, das z. B. in Haaren enthalten ist. Die Käfer selbst leben nur kurze Zeit und nehmen in dieser Zeit meist gar keine Nahrung mehr zu sich.

 

Vorkommen
Australische Teppichkäfer stammen ursprünglich aus Australien. In der Schweiz lebt diese Art regelmäßig in Wohnungen. Hier leben sie besonders häufig zwischen Dielenritzen von Parkettfußböden. Eingeschleppt werden die Käfer vermutlich meist mit befallenen Wolltextilien oder auch Wollteppichen, oder die Tiere wandern von außen ein. Man findet sowohl die Larven, als auch die Käfer fast das ganze Jahr über.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Um einen Befall mit dem Australischen Teppichkäfer nicht zu begünstigen, sollte die Wohnung regelmäßig gründlich gereinigt werden. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich Ansammlungen von Staub und Haaren bilden, die dieser Art oder anderen Materialschädlingen als Nahrung dienen können. Vor allem Wollteppiche und Wolltextilien sollten regelmäßig auf Käfer, Larven und Löcher im Gewebe, die durch die Aktivität der Larven entstehen, abgesucht werden. Gänzlich verhindern lässt es sich aber nicht, dass sich diese Schädlinge irgendwann in der Wohnung ansiedeln.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Australische Teppichkäfer sind Materialschädlinge, die Wollstoffe, Pelze, Felle oder Leder befallen können. Auch in Insektensammlungen können sie erhebliche Schäden anrichten. In Wohnungen halten sich die Larven unter Teppichen und in dunklen Ecken von Kleiderschränken auf. Die Pfeilhaare der Larven können beim Menschen Allergien auslösen. Bohren sich die Haare in die Haut ein, so bilden sich juckende Quaddeln wie nach einem Mückenstich. Zudem können die Pfeilhaare asthmatische Reaktionen verursachen.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Falls Sie annehmen, dass bei Ihnen ein Befall mit dem Australischen Teppichkäfer vorliegt, so sollten Sie die Käfer einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen zeigen, das einem Berufsverband angehört. Hier kann man die Käfer bestimmen und über individuelle Bekämpfungsmöglichkeiten informieren. Die Profis helfen Ihnen die Ursache für den Befall zu finden und wissen genau wie man diese Schädlinge am besten bekämpft.

 

 

 

 

Berlinkäfer (Trogoderma angustum)

Aussehen
Der Berlinkäfer (Trogoderma angustum) gehört zu den Speckkäfern. Er hat einen lang gestreckten, schmalen Körper. Auf den Flügeldecken befinden sich 3 breite, gebogene Haarbinden, die aus weißen Haaren bestehen. Die Männchen werden 2 bis 3 mm lang. Weibchen werden mit 3 bis 4 mm etwas größer. Die Art kann von Laien leicht mit dem Australischen Teppichkäfer verwechselt werden.

Lebensweise
Die Käfer selbst fressen Pollen und Nektar oder nehmen im Laufe ihres kurzen Lebens gar keine Nahrung mehr zu sich. Die Larven können sich sowohl an tierischen, wie auch an pflanzlichen Produkten entwickeln. So ernähren sie sich beispielsweise von Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten, toten Insekten, Vogelfedern, getrocknetem Fleisch oder Katzenfutter. Die Larven können problemlos mehr als 3 Monate hungern.

Vorkommen
Der Berlinkäfer stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde nachweislich um das Jahr 1920 auch nach Europa eingeschleppt. Mittlerweile ist die Art vermutlich weltweit verbreitet. Auch die Schweiz wird mittlerweile wohl komplett besiedelt. Häufig leben diese Käfer in Wohnungen, aber auch in Lebensmittelunternehmen oder landwirtschaftlichen Betrieben. Die Käfer findet man oft am Fenster oder auf der Fensterbank, da sie gut fliegen können und von Licht angezogen werden. Die Larven leben dagegen sehr versteckt zum Beispiel unter Wollteppichen oder in Getreidelagern.

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da die winzigen Käfer kaum auffallen, schleppt man sie sich leicht mit befallenen Lebensmitteln oder Wolltextilien ein. Wenn man Käfer in der Wohnung bemerkt, sollte man Lebensmittel nach Larven absuchen. Falls man hierbei fündig wird, müssen die befallenen Lebensmittel komplett entsorgt werden. Häufig entwickeln sich die Larven auch zwischen den Dielenritzen von Holzfußböden.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Berlinkäfer sind sowohl Vorratsschädlinge, als auch Materialschädlinge. Die Larven befallen eine große Anzahl von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Aber auch Wolltextilien, Wollteppiche, Polstermöbel oder Felle werden angefressen und beschädigt.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Falls Sie kleine Käfer in der Wohnung finden, die dem Berlinkäfer ähneln, so sollten Sie ein paar dieser Tiere an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen schicken, das einemBerufsverband angehört. Hier besitzt man das nötige Fachwissen und die erforderliche technische Ausstattung, die man braucht um sicher sagen zu können um welche Käferart es sich genau handelt. Natürlich kümmert man sich auch um die Lösung ihres Problems. Die Profis können bei einer Ortsbesichtigung den Entwicklungsort der Larven finden und wissen genau welche Methoden oder Präparate eingesetzt werden müssen um den Befall zu beseitigen.

 

Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis)

 

Aussehen
Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist eine sehr variabel gefärbte Marienkäferart. Meist sind die Flügel orange bis rot gefärbt und zeigen unterschiedlich viele, schwarze Punkte. Die Flügel können aber auch komplett schwarz sein oder im anderen Extrem gar keine Punkte aufweisen. Häufig ist auf dem weißen Halsschild ein Zeichnungsmuster in Form eines schwarzen W zu erkennen. Die Käfer werden rund 6 mm lang und knapp 5 mm breit.

 

Lebensweise
Diese Marienkäfer ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen und leben überall dort, wo ihre Futtertiere vorkommen. Im Herbst versammeln sich oft tausende Käfer an der Fassade von Häusern. Sobald es kühler wird versuchen die Käfer ins Innere der Gebäude zu kommen um hier zu überwintern. Im Frühjahr verlassen die Tiere das Haus dann wieder. Die Käfer haben eine Lebenserwartung von rund 2 Jahren und können bis zu 2.500 Eier ablegen. Wie die erwachsenen Käfer, so sind auch die Larven räuberische Insekten, die vor allem Blattläuse fressen.

 

Vorkommen
Ursprünglich besiedelte diese Marienkäferart weite Teile Asiens von Japan bis nach Süd-Sibirien. Mittlerweile kommen die Tiere auch in Nordamerika und Europa vor, wo sie zur Blattlausbekämpfung eingeführt wurden.Man findet die Tiere oft in Gärten oder auf Feldern.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Um zu verhindern, dass die Käfer im Herbst zur Überwinterung ins Haus kommen, können Fliegenschutzgitter an den Fenstern angebracht werden. Allerdings können diese Insekten auch über das Dach oder durch undichte Fensterrahmen ins Haus gelangen.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Mit Beginn der ersten Nachtfröste versammeln sich manchmal Hunderte bis Tausende Käfer an sonnigen Tagen an Hauswänden um auf der Suche nach geschützten Winterquartieren in Gebäude einzudringen. Erst im darauf folgenden Jahr werden die Häuser an sonnigen Februar- oder Märztagen wieder verlassen. Problematisch ist vor allem, dass es keine praktikable Methode zum Entfernen der Käfer gibt. Werden die Käfer gestört, kommt es zum sog. „Reflexbluten“ bei dem die Tiere ein gelbliches Wehrsekret aus den Gelenken der Beine absondern. Diese Substanz kann Fußböden, Wände, Teppiche, Tapeten und Vorhänge verschmutzen und riecht unangenehm.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Um zu verhindern, dass diese Käfer in großen Mengen ins Haus kommen, können Kontaktinsektizide auf die Fassade gesprüht werden. Auch zur Bekämpfung von Käfern im Innenbereich können Insektizide eingesetzt werden. Alternativ hierzu kann ein starker Befall auch durch die Verwendung eines Saugers eingedämmt werden. Die Entscheidung ob eine Bekämpfung notwendig ist sollten Sie einem professionellen Schädlingsbekämpfer überlassen, der Mitglied in einem Berufsverband ist. Hier weiß man genau welche Wirkstoffe und Präparate mit gutem Erfolg gegen diese Schädlinge eingesetzt werden können, aber gleichzeitig die Gesundheit der im Haus lebenden Personen nicht gefährden.

 

Amerikanischer Reismehlkäfer (Tribolium confusum)

Aussehen
Der Amerikanische Reismehlkäfer (Tribolium confusum) ist ein vergleichsweise schlank gebauter Käfer, der nur etwas länger als 4 mm wird. Die Hinterflügel sind rotbraun gefärbt. Kopf und Halsschild haben dagegen eine dunkelbraune Färbung. Die einzelnen Glieder der Fühler werden zum Ende hin allmählich größer und bilden so eine 5- bis 6-gliedrige Fühlerkeule, die allerdings nur schwach vom Rest des Fühlers abgesetzt ist. Dieses Detail ist mit bloßem Auge allerdings kaum zu sehen. Charakteristisch für diese Käfer sind die Kriechspuren, die sie in Mehl hinterlassen.

 

Lebensweise
Diese Käferart stammt aus den Tropen und ist daher auf hohe Temperaturen angewiesen. Unter optimalen Bedingungen kann die komplette Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nach rund einem Monat abgeschlossen sein. Die Käfer fliegen gut und können sich daher vor allem im Sommer auch aktiv verbreiten. Larven und Käfer fressen, wie der Name schon andeutet, bevorzugt Mehl.

Vorkommen
Die Art kommt weltweit in tropischen und subtropischen Regionen vor und ist ein wichtiger Vorratsschädling. In gemäßigten Breiten sterben die Tiere im Winter im Freiland ab. Daher findet man sie bei uns vor allem in Mühlen, Bäckereien und anderen lebensmittelverarbeitenden Betrieben, die Getreideerzeugnisse herstellen. Von hier aus können die Tiere in den Handel und somit auch in Privathaushalte gelangen.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Meist schleppt man sich als Endverbraucher diese Käfer beim Kauf von bereits befallenen Produkten wie Mehl oder Gries ein. Dies kann leicht passieren, da diese Vorratsschädlinge regelmäßig in Getreidesilos, Mühlen und Bäckereien auftreten. Oft erkennt man einen Befall erst dann, wenn man eine befallene Mehltüte öffnet und die Käfer auf der Oberfläche des Mehls herumlaufen sieht.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Befallen wird vor allem Mehl. In Getreide und Getreideerzeugnissen wird die Art dagegen weniger häufig gefunden. Mehl wird durch tote Käfer und den Kot der Tiere verunreinigt. Problematisch ist auch, dass Käfer und Larven sog. Chinone produzieren. Dies sind Stoffe, die für andere Insekten tödlich sind und das Wachstum von Schimmelpilzen hemmen. Durch Chinone verfärbt sich Mehl rosa, nimmt einen unangenehmen Geruch an und verliert seine Backfähigkeit. Auch werden Geruch und Geschmack von Backwaren beeinträchtigt.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Treten diese Vorratsschädlinge im Haushalt auf, so sollte man die befallenen Produkte entsorgen. In Mühlen,
Getreidelagern und Bäckereien werden entweder Insektizide oder hohe Temperaturen zur Bekämpfung
eingesetzt. Diese Bekämpfungsverfahren sollten grundsätzlich nicht von Personen ohne Sachkundenachweis
durchgeführt werden. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Verband angehören, verfügen über die
notwendige Sachkunde und wissen wie man diese Vorratsschädlinge nachhaltig bekämpfen kann.

 

Braune Pelzkäfer (Attagenus smirnovi)

Aussehen
Der Braune Pelzkäfer (Attagenus smirnovi) wird ca. 3 bis 5 mm lang. Die Flügeldecken der Käfer sind hellbraun. Kopf und Halsschild sind etwas dunkler gefärbt. Die ebenfalls bräunlich gefärbten Larven werden bis zu 7 mm lang. Ihr ganzer Körper ist mit dichten, eng anliegenden Haaren bedeckt. Am Hinterleib besitzen sie zudem einen Borstenschwanz aus längeren Haaren.

 

Lebensweise
Diese Käferart wird regelmäßig in Wohnungen gefunden. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert bei 20°C ungefähr ein Jahr. Die Käfer sind recht kurzlebig und nehmen meist keine Nahrung mehr zu sich. Sie fliegen gut und werden von natürlichen und künstlichen Lichtquellen angezogen. Die Larven dagegen meiden das Licht und verkriechen sich zwischen Dielenritzen und unter Schränken. Sie fressen Pelze, Felle oder Wolltextilien und können den darin enthaltenen Eiweißstoff Keratin verdauen. Es handelt sich bei ihnen also um echte Nahrungsspezialisten.

 

Vorkommen
Die Art stammt vermutlich ursprünglich aus Afrika und gelangte über Russland, Tschechien und andere osteuropäische Länder auch in die Schweiz Im Jahr 1985 wurde dieser Käfer erstmals bei uns gefunden. Mittlerweile ist diese Pelzkäferart in der Schweiz weit verbreitet und kommt vor allem in Wohnhäusern vor.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Vermutlich schleppt man sich diese Käfer vor allem mit befallenen Textilien, Teppichen oder Polstermöbeln ein. Um zu verhindern, dass sich diese Schädlinge in der Wohnung unbemerkt ausbreiten, sollte man zum Beispiel Wollteppiche oder Wolltextilien regelmäßig gründlich nach Larven oder Fraßspuren absuchen. Besonders Dielenritzen müssen häufig ausgesaugt werden, damit sich hier keine Haare sammeln können von denen sich die Larven ernähren.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Der Braune Pelzkäfer hat sich in den vergangenen Jahren inder Schweiz stark ausgebreitet und gilt mittlerweile als ein häufiger Materialschädling. Die Larven fressen Löcher in Wolltextilien oder Wollteppiche und hinterlassen in Fellen und Pelzen kahle Stellen.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Wenn Sie in Ihrer Wohnung kleine braune Käfer finden und vermuten, dass es sich dabei um den Braunen Pelzkäfer handeln könnte, so sollten Sie ein paar Käfer einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen einschicken, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die bestätigen können ob es sich tatsächlich um diese Art handelt. Die Profis helfen Ihnen auch dabei die Quelle des Befalls zu finden und wissen genau mit welcher Methode man diese Schädlinge am besten bekämpfen kann.

 

Brotkäfer (Stegobium paniceum)

Aussehen
Der Brotkäfer (Stegobium paniceum) ist ein sehr kleiner, bräunlich gefärbter Käfer, der maximal drei bis vier Millimeter lang wird. Die letzten drei Antennenglieder sind deutlich verlängert. Da die Art in die Familie der Nagekäfer gehört sieht der Käfer von der Seite aus betrachtet so aus als würde er eine Kapuze tragen. Dieser Eindruck entsteht, da das Halsschild den Kopf kapuzenförmig überragt, so dass der Kopf von oben betrachtet nicht zu sehen ist. Verwechselungsgefahr besteht vor allem mit dem recht ähnlich aussehenden Gemeinen Nagekäfer, der aber kein Vorratsschädling ist sondern ausschließlich Holz befällt. Daher sollte man die Bestimmung von Nagekäfern am besten einem Fachmann überlassen.

 

Lebensweise
Die Art ist ein Vorratsschädling und kann sich zum Beispiel an Getreideprodukten, Gewürzen oder Nüssen entwickeln. Die Brotkäferweibchen legen im Laufe ihres Lebens rund 100 Eier ab. Je nach Temperatur und Verfügbarkeit von Nahrung dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer zwei bis drei Monate. Die Käfer können sehr gut fliegen.

 

Vorkommen
Es handelt sich um eine weltweit verbreitete, vorratsschädliche Käferart, die nicht nur in Privathaushalten sondern auch in landwirtschaftlichen Betrieben, Vorratslagern, Bäckereien, Lebensmittelbetrieben, Supermärkten, Mühlen oder in Getreidelägern auftreten kann. Auch Betriebe die Tierfutter produzieren können befallen sein.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Als Privatperson kann man sich diese Vorratsschädlinge mit befallenen Nahrungsmitteln unbemerkt ins Haus holen. Auch in Supermärkten, lebensmittelverarbeitenden Betrieben oder der Gastronomie werden diese Käfer in erster Linie mit befallener Ware eingeschleppt. Da die Art eine Vielzahl von Produkten befallen kann ist es fast unmöglich sich vor Befall zu schützen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Käfer sehr gut fliegen können. Wie bei allen vorratsschädlichen Insekten sind auch hier die hygienische Lagerung und die regelmäßige Kontrolle von Vorräten die geeignetsten Maßnahmen, damit sich ein Befall nicht etablieren kann.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Diese Käferart befällt eine Vielzahl von Nahrungsmitteln – selbst in Chilipulver können sich die Larven noch entwickeln. Befallene Nahrungsmittel dürfen nicht mehr zubereitet bzw. verzehrt werden, da Vorräte mit dem Kot der Tiere verunreinigt werden. Die Ausbreitung von Bakterien und Schimmelpilzen in den befallenen Nahrungsmitteln ist dann oft die Folge.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Zunächst ist es wichtig den Befallsherd zu suchen und die befallenen Lebensmittel zu entsorgen. Oft geht der Befall von einem alten Lebkuchen, Salzteiggebäck oder Vogelfutter aus. Um den Befall zu beseitigen sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wende.

Gefleckte Pelzkäfer (Attagenus pellio)

Aussehen
Der Gefleckte Pelzkäfer (Attagenus pellio) ist 4 bis 5 mm lang, dunkelbraun bis schwarz gefärbt und weist auf den Flügeldecken jeweils einen weißen Fleck auf. Drei weitere derartige Flecke, die bei näherem Hinsehen aus einem Büschel weißer Haare bestehen, befinden sich am Hinterrand des Halsschilds. Die stark behaarten, bräunlichen Larven werden etwas länger als die Käfer.

 

Lebensweise
In der Natur gehören Pelzkäfer zu den Insektenarten, die die Reste von toten Vögeln und Säugetieren restlos beseitigen. Sie spielen somit eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Sobald sie jedoch im Haus leben und hier Pelze und Textilien zerstören, werden sie zu den Materialschädlingen gezählt. Die erwachsenen Käfer besuchen Blüten und ernähren sich von Nektar und Pollen. Die Weibchen können gegen Ende Mai zur Eiablage ins Haus kommen. Die Larven ernähren sich von Keratin, das in Federn, Haaren und Wolle enthalten ist. Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Käfer beträgt mehr als ein Jahr, häufig sogar 2 bis 3 Jahre.

 

Vorkommen
Der Gefleckte Pelzkäfer ist eine einheimische Art und wird regelmäßig in Wohnungen gefunden. Die Käfer fliegen gut und werden von Lichtquellen angezogen. Auf diese Weise kommen sie im Frühjahr oft ins Haus um hier ihre Eier abzulegen. Die Käfer findet man regelmäßig auf der Fensterbank. Die Larven meiden das Licht und verkriechen sich in dunklen Spalten, Dielenritzen und ähnlichem.

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da die Käfer gut fliegen können und so im Frühjahr durch geöffnete Fenster ins Haus kommen, kann man sich vor einem Befall kaum schützen. Um zu verhindern, dass sich diese Schädlinge in der Wohnung ansiedeln sollte man Dielenritzen regelmäßig aussaugen oder besser noch mit Silikon verschließen. Auf diese Weise können sich hier keine Haare sammeln, von denen sich die Larven ernähren. Vorsorglich sollte man Wollteppiche oder Wolltextilien von Zeit zu Zeit nach Larven oder Fraßspuren absuchen. Dies gilt vor allem für Kleidungsstücke, die nur gelegentlich getragen werden und ansonsten in einer Kleidertruhe deponiert werden.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Der Gefleckte Pelzkäfer ist in ganz der ganzen Schweiz heimisch und gilt als sehr häufiger Materialschädling. Die Larven hinterlassen in Fellen und Pelzen kahle Stellen und fressen Löcher in Wollteppiche oder Wolltextilien.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Wenn Sie in Ihrer Wohnung Käfer finden, die dem Gefleckten Pelzkäfer ähnlich sehen, so sollten Sie ein paar Tiere an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen schicken, das einem Berufsverban angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die bestätigen können ob es sich tatsächlich um diese Art handelt. Die Profis helfen Ihnen auch dabei die Ursache des Befalls zu finden und wissen genau mit welcher Methode man diese Schädlinge am besten bekämpfen kann.

 
 

Gemeine Nagekäfer (Anobium punctatum)

Aussehen
Der Gemeine Nagekäfer (Anobium punctatum) ist ein 3 bis 4 mm großer, graubrauner Käfer. Auf den Flügeldecken fallen mehrere Längslinien auf, die aus vielen einzelnen Punkten bestehen. Wie beim Brotkäfer, so ist auch bei dieser Art der Kopf unter dem kapuzenförmigen Halsschild verborgen. Die letzten 3 Fühlerglieder sind stark verlängert. Die Ausfluglöcher der Käfer haben einen Durchmesser von 1 bis 2 mm. Die weißlichen Larven bekommt man normalerweise nicht zu sehen, da sie im Holz verborgen fressen und dieses mit ihren Fraßgängen durchziehen.

 

Lebensweise
Die Käfer schlüpfen zwischen April und August. Sie leben nur rund 3 Wochen und nehmen in dieser Zeit keine Nahrung mehr zu sich. Das Weibchen legt 20 bis 40 Eier in Holzspalten oder alten Bohrgängen ab. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven fressen dann immer größer werdende Gänge in das Holz. Bis eine neue Käfergeneration schlüpft, dauert es 2 bis 3 Jahre. Dies hängt ab von Temperatur, Feuchtigkeit und Nährwert des Holzes.

Vorkommen
Sein natürlicher Lebensraum sind Wälder, wo er in Totholz lebt. Leider befallen die Käfer aber auch verbautes Holz und kommen regelmäßig im Haus vor. Dieser Holzschädling besiedelt vor allem feuchtes Holz und braucht eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Man findet ihn daher häufiger in Erdgeschossräumen oder Kellern als im Dachgeschoss. Ob ein Befall noch aktuell ist kann man leicht daran erkennen, dass aus den Bohrlöchern noch Holzmehl heraus rieselt.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da der Gemeine Nagekäfer überall vorkommen kann wo es Wälder gibt passiert es leicht, dass die Tiere ihre Eier auch an verbautem Holz ablegen. Holz, das gegen Schadinsekten behandelt wurde, wird aber normalerweise nicht befallen. Trockene Heizungsluft während des Winters führt meist zum Absterben der Larven. Dagegen fördert das feuchte Abwischen von Möbeln den Befall mit diesem Holzschädling.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Der Gemeine Nagekäfer ist ein Holzschädling, der regelmäßig in Häusern vorkommt. Er kann wertvolle Holzgegenstände wie Skulpturen oder Möbel mit seinen Fraßgängen durchziehen. Außerdem werden feuchte Dachstühle, Tür- und Fensterrahmen sowie Holzfußböden besiedelt.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Um diese Schädlinge zu bekämpfen können entweder Kontaktinsektizide oder hohe Temperaturen nach dem Heißluft Verfahren eingesetzt werden. Schon allein aufgrund der hierzu benötigten Technik sollte man Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt von einem Fachmann durchführen lassen. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Berufsverband angehören, kennen sich im Bereich Holz- und Bautenschutz bestens aus, können Sie fachmännisch beraten und entscheiden, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius)

Aussehen
Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) wird fast einen Zentimeter lang. Ganz charakteristisch für diese Art ist die Färbung der Flügeldecken. Die vordere Hälfte der Flügeldecke ist von gelblichen Haaren bedeckt. Zwischen diesen gelblichen Haaren liegen 3 schwarze Punkte. Die hintere Hälfte der Flügeldecke ist dagegen schwarz. Die Larven ähneln einer stark behaarten Raupe.

 

Lebensweise
In der Natur ernähren sich die Larven des Gemeinen Speckkäfers von Aas und sorgen so dafür, dass auch noch die letzten Überreste von toten Tieren beseitigt werden. Die Art überwintert im Freiland im Puppenstadium. Meist schlüpfen die Käfer Anfang April. Sie fliegen gut und orientieren sich zum Licht hin. Auf diese Weise gelangen sie regelmäßig ins Haus, wo sie dann auch Eier ablegen können. In der Wohnung findet man sie oft am Fenster oder auf der Fensterbank. Die Larven leben sehr versteckt und verkriechen sich gerne hinter Schränken oder zwischen Dielenritzen.

 

Vorkommen
Der Gemeine Speckkäfer ist eine einheimische Art, die in der ganzen Schweiz im Freiland und in Gebäuden vorkommt. Häufig findet man sie auf Dachböden, in denen Tauben brüten. Hier leben die Speckkäferlarven von Federn und den Überresten toter Vögel. Regelmäßig kommt die Art auch in verwahrlosten Wohnungen (sog. Messie-Wohnungen) vor.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da die Käfer gut fliegen können und von Lichtquellen angezogen werden, kommen sie oft von selbst ins Haus. Wenn sie hier einen Platz zur Eiablage finden, kann sich ganz unbemerkt ein Befall entwickeln. Durch entsprechende Hygiene im Haus lässt sich dies weitgehend vermeiden. Falls Vögel wie Tauben und Spatzen auf dem Dachboden oder unter dem Dach brüten, können dort lebende Speckkäfer leicht auch in Wohnungen eindringen. Um zu verhindern, dass die Käfer durch geöffnete Fenster in die Wohnung kommen, können Insektenschutzgitter an den Fenstern angebracht werden.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Der Gemeine Speckkäfer ist gleichzeitig Hygiene- und Materialschädling. Die Larven fressen an Vorräten wie Speck, Schinken oder Wurst, aber auch an Wollteppichen, Tierfellen oder Ledersofas. Um sich zu verpuppen bohren sich die Larven in Holz, Kork, Pappe, Bücher oder Styropor ein. Besonders in sog. Messie- Wohnungen können Möbel und andere Einrichtungsgegenstände stark beschädigt werden.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Zur Bekämpfung werden im Handel verschiedene Insektensprays angeboten. Viele dieser Mittel können allerdings bei unsachgemäßer Anwendung die Gesundheit gefährden und sollten daher nur von Fachleuten eingesetzt werden. Betriebe, die einem Berufsverband angehören, können Ihnen am ehesten raten welches Verfahren in Ihrem speziellen Fall den besten Bekämpfungserfolg garantiert.

 
 

Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica)

Aussehen
Der Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica) ist ein relativ kleiner Käfer, der nur 2,5 bis 4 mm lang wird. Die Tiere sind braun bis schwarz gefärbt und haben einen zylinderförmigen Körper. Der Halsschild überragt den Kopf wie eine Kapuze, worauf auch der deutsche Name hinweist. Die letzten 3 Fühlerglieder sind stark vergrößert. Sie bilden eine sog. Endkeule, die länger ist als der übrige Teil des Fühlers. Dieses Detail lässt sich aber nur mit einem Mikroskop erkennen.

 

Lebensweise
Wie der Name schon andeutet, findet man diese Käfer in Getreide. Im Laufe ihres Lebens legen die Weibchen bis zu 500 Eier ab. Nach dem Schlupf aus dem Ei bohren sich die Larven in Getreidekörner ein. Hier verwerten sie vor allem die eiweißhaltigen Bestandteile. Kohlehydrate werden dagegen weitgehend unverdaut als weißes Bohrmehl wieder ausgeschieden. Die aus den Tropen stammende Art kann sich bei Temperaturen zwischen 22 und 38°C entwickeln. Fallen die Temperaturen längere Zeit unter 10°C, so sterben die Käfer ab. Bei einer konstanten Temperatur von 28°C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nur 4 Wochen.


Vorkommen
Getreidekapuziner stammen zwar ursprünglich aus den Tropen, sind aber mittlerweile weltweit verbreitet. Inder Schweiz findet man die Art in Getreidesilos, Mühlen, Bäckereien und anderen Lebensmittelbetrieben, in denen Getreide produziert wird. Mit befallenem Getreide oder Getreideprodukten können sie auch in Privathaushalte eingeschleppt werden.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Häufig schleppt man sich die Schädlinge mit befallenem Getreide oder Getreideprodukten ein. Ein Befall ist im Frühstadium kaum zu erkennen, da sich die Larven innerhalb des Getreidekorns entwickeln. Meist wird man auf die Tiere erst dann aufmerksam, wenn man Käfer oder Fraßspuren entdeckt. Besonders wer größere Mengen an Getreide lagert, sollte das Getreide regelmäßig inspizieren um einen Befall frühzeitig zu erkennen. Wird Getreide kühl und trocken gelagert, können sich tropische Vorratsschädlinge wie der Getreidekapuziner hier kaum entwickeln.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Getreidekapuziner sind Vorratsschädlinge und Materialschädlinge. Larven und Käfer befallen unter anderem Getreide, Getreideprodukte, Reis, Hirse, Hülsenfrüchte und getrocknete Bananen. Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen können die Tiere auch Löcher in Kunststofffolien, Pappe, dünne Metallfolien oder Plastikteile nagen.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Treten diese Vorratsschädlinge im Privathaushalt auf, so sollte man die befallenen Produkte komplett entsorgen. In Getreidelagern können nur gasförmige Insektizide zur Bekämpfung eingesetzt werden, da sich die Larven immer gut geschützt im Inneren des Getreidekorns aufhalten. Falls Sie Probleme mit diesen Käfern haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die wissen wie man diese Vorratsschädlinge am sinnvollsten bekämpfen kann.

Hausbock (Hylotrupes bajulus)

Aussehen
Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) ist ein braunschwarzer bis schwarzer Käfer mit auffallend langen Fühlern. Die Männchen können maximal 16 und die Weibchen sogar bis zu 21 mm lang werden. Die weißlichen Larven fressen Gänge in Nadelholz und werden bis zu 25 mm lang. Ist Holz mit dem Hausbock befallen so findet man das feine Fraßmehl, das die Larven produzieren, oft auf dem Fußboden. Die fertigen Käfer verlassen die Fraßgänge der Larven durch ovale Ausfluglöcher, die eine Größe von 3 x 7 (10) mm haben können.

 

Lebensweise
Die Käfer schlüpfen im Hochsommer und leben nur 3 bis 4 Wochen. Direkt nach der Begattung legt das Weibchen bis zu 1.000 Eier in Rissen und Spalten von totem (auch verbautem!) Nadelholz ab. Die Larven fressen immer größere Gänge durch das Holz – Larven, die kurz vor der Verpuppung stehen, können Fraßgänge von bis zu 12 mm Durchmesser hinterlassen. Gut zu hören sind dann meist auch die Fraßgeräusche der Larven. Die Entwicklung bis zum Käfer dauert sehr lange. Ist der Nährstoffgehalt des befallenen Holzes gering, so können von der Eiablage bis zum Schlupf der Käfer bis zu 10 Jahre vergehen.

Vorkommen
Der Hausbock ist in der ganzen Schweiz verbreitet. Natürlicherweise lebt diese Käferart in Nadelwäldern.Leider befallen die Käfer aber auch verbautes Holz und treten regelmäßig im Dachgebälk von Häusern auf.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da der Hausbock bei uns weit verbreitet ist und überall dort vorkommen kann wo es Nadelbäume gibt passiert es leicht, dass die Tiere ihre Eier auch an verbautem Holz ablegen. Holz, das gegen Schadinsekten imprägniert wurde, wird von diesem Holzschädling aber normalerweise nicht befallen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Der Hausbock ist ein gefährlicher Materialschädling, der regelmäßig in Häusern vorkommt. Besiedelt wird vor allem nicht imprägniertes Nadelholz. Von einem Befall ist daher vorwiegend das Dachgebälk älterer Gebäude betroffen. Wenn ein Befall erst nach Jahren durch das Auftreten von Fluglöchern bemerkt wird, können diese Schädlinge schon einen massiven Schaden verursacht haben.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Um diese Schädlinge zu bekämpfen können entweder Kontaktinsektizide oder hohe Temperaturen nach dem Heißluft Verfahren eingesetzt werden. Schon allein aufgrund des notwendigen Equipments sollte man Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt von einem Fachmann durchführen lassen. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Berufsverband angehören, kennen sich im Bereich Holz- und Bautenschutz bestens aus, können Sie fachmännisch beraten und entscheiden, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

 
 

Hefekäfer (Dienerella filum)

Aussehen
Hefekäfer (Dienerella filum) sind winzige, bräunlich-gelb gefärbte Käfer. Sie erreichen lediglich eine Länge von 1,3 bis 1,4 mm. Ihr Körper ist lang gestreckt und vergleichsweise flach. Typisch für die Art ist eine tiefe, nach hinten breiter werdende Mittelfurche auf der Kopfoberseite. Die Fühler enden mit einer zweigliedrigen Fühlerkeule. Diese Merkmale sind allerdings nur mit dem Mikroskop zu erkennen.

Lebensweise
Hefekäfer ernähren sich vor allem von Schimmelpilzen und sind auf einen Lebensraum mit hoher  Luftfeuchtigkeit angewiesen. In Gebäuden vermehren sich diese Käfer das ganze Jahr über. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert bei einer Temperatur von 24°C nur etwas mehr als einen Monat.

 

Vorkommen
Die Art ist vermutlich weltweit verbreitet und kommt sowohl an Bäumen unter lockerer Rinde, als auch in Gebäuden an verschimmelten Lebensmitteln oder feuchten Wänden mit Schimmelbildung vor. Im Haus findet man die Käfer häufig in Badezimmern. Im Wohnbereich lebt die Art häufig hinter feuchten, verschimmelten Tapeten. Der in Innenräumen verwendete Verputz aus einem Lehm-Strohgemisch bietet den Tieren ideale Entwicklungsbedingungen, wenn die Masse noch nicht ausreichend trocken ist. Auch an Press- und Trockenhefe werden diese Käfer regelmäßig gefunden. Wie Staubläuse treten sie häufig in feuchten Kellerräumen oder in Neubauwohnungen auf. Vor allem in frisch tapezierten und noch feuchten Neubauwohnungen kann es zu Massenvermehrungen kommen. Die Tiere fressen dort den kaum sichtbaren Schimmelpilzrasen von der Tapete ab.

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da diese Insekten einheimisch sind und nahezu überall vorkommen können, kann man nicht verhindern dass einzelne Tiere auch ins Haus kommen. Ist die Luftfeuchtigkeit in einigen Räumen wie zum Beispiel im Bad oder in der Küche ständig zu hoch, finden Hefekäfer hier ideale Lebensbedingungen und werden sich massenhaft vermehren. Daher ist es wichtig die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren und auch im Winter regelmäßig zu lüften um die Luftfeuchtigkeit zu verringern. Auch der Einsatz eines Luftentfeuchters ist zu empfehlen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Hefekäfer sind in der Regel keine Vorratsschädlinge im eigentlichen Sinn, sondern eher Anzeiger für zu feuchte Lagerungsbedingungen, da sich sowohl Käfer als auch Larven von Schimmelpilzen ernähren, die z. B. auf feuchtem Getreide wachsen. Generell können Hefekäfer überall dort vorkommen, wo sich aufgrund einer zu hohen Luftfeuchtigkeit Schimmelpilze angesiedelt haben.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Treten Hefekäfer regelmäßig im Haus auf, so kann dies auf bauliche Mängel hinweisen. Falls Sie Probleme mit diesen Schädlingen haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden.

Kellerasseln (Porcellio scaber)

Aussehen
Kellerasseln, die mit wissenschaftlichem Artnamen Porcellio scaber heißen, werden rund zwei Zentimeter lang. Ihr Körper ist dunkel gefärbt. Viele Menschen sind der Meinung, dass es sich um Insekten handelt. In Wirklichkeit gehören Kellerasseln aber zu den wenigen Krebsarten, die sich an das Landleben angepasst haben. Dass es sich nicht um Insekten handelt wird vor allem an der Anzahl der Beinpaare deutlich. Im Gegensatz zu Insekten, die lediglich drei Beinpaare besitzen, haben Kellerasseln sieben Laufbeinpaare.

Lebensweise
Da die Art zu den Krebstieren gehört, ist sie auf feuchte Lebensräume angewiesen um nicht auszutrocknen. Man findet die nachtaktiven Tiere tagsüber daher regelmäßig unter Rindenstücken oder am Boden liegenden Ästen. Obwohl Kellerasseln Allesfresser sind, ernähren sie sich doch überwiegend von abgefallenen Blättern oder anderen, abgestorbenen Pflanzenteilen. Interessant ist, dass die Tiere eine Form von Brutpflege betreiben.

 

Vorkommen
Ursprünglich stammt diese Asselart vermutlich aus dem nördlichen Westeuropa. Durch den internationalen Warenverkehr, vor allem durch den Handel mir Pflanzen, wurde die Art aber weit verbreitet und kommt inzwischen wohl weltweit in geeigneten Lebensräumen vor. Regelmäßig werden Gärten besiedelt, wo die Tiere zum Beispiel in Komposthaufen leben.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Kellerasseln sind bei uns so häufig, dass sie in jedem Garten vorkommen. Daher ist es nicht zu vermeiden, dass die Tiere beispielsweise durch Lichtschächte in den Keller gelangen. Ebenerdige Räume werden über offen stehende Türen besiedelt. Aber auch in die oberen Stockwerke von Gebäuden können die Tiere eindringen, da sie problemlos die Fassade empor klettern können. Auch durch das Anbringen von doppelseitigem Klebeband an Fenstern und Türen kann man daher nicht immer verhindern, dass die Tiere ins Haus gelangen.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Kellerasseln sind nützliche Tiere und spielen im Ökosystem eine wichtige Rolle, da sie Blätter und sonstiges Pflanzenmaterial fressen und somit zersetzen. Im Garten sollte man die Tiere daher tolerieren. Vor allem in feuchten Kellern können sie aber an gelagerten Kartoffeln, Karotten oder sonstigem Wurzelgemüse fressen und dadurch auch Schäden anrichten.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Kellerasseln können entweder durch Fraßköder oder aber mit Hilfe von Kontaktinsektiziden bekämpft werden.

 

Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Aussehen
Die bräunlich gefärbten Kornkäfer (Sitophilus granarius) werden ca. 5 mm lang und haben einen rüsselförmig verlängerten Kopf. Beine und Fühler sind etwas heller gefärbt als der restliche Körper. Am Ende dieses „Rüssels“ befinden sich die Mundwerkzeuge, mit denen die Käfer kleine Löcher in die Schale von Getreidekörnern beißen können. Die Käfer sind nicht in der Lage zu fliegen, da die Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

 

Lebensweise
Wie der Name schon andeutet, entwickeln sich diese Käfer vor allem in Getreide. Zur Eiablage frisst das Weibchen zunächst ein Loch in die Samenschale des Korns. Dort hinein legt es ein einzelnes Ei und verschließt die Öffnung anschließend wieder mit einem speziellen Sekret. Insgesamt kann ein Weibchen im Laufe seines Lebens 200 bis 300 Eier ablegen. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zur Puppe vollzieht sich im Inneren des Getreidekorns, das dabei fast vollständig ausgefressen wird. Erst die Käfer verlassen das Getreidekorn wieder um sich zu paaren und um Eier abzulegen. Bei einer Temperatur von 27°C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nur rund einen Monat. Die Käfer sind vergleichsweise langlebig und können bei einer konstanten Temperatur von 10°C über 2 Jahre leben. In geheizten Lagerräumen treten 3 bis 4 Generationen pro Jahr auf.

Vorkommen
Der Kornkäfer ist weltweit einer der wichtigsten Vorratsschädlinge. Ursprünglich stammt die Art vermutlich aus Vorderasien und Indien. In der Schweiz treten die Tiere vor allem in Getreidesilos bzw. in Getreidelagern auf. Mit befallenem Getreide können sie auch in Privathaushalte gelangen.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Da diese Käfer nicht fliegen können, schleppt man sich die Schädlinge nur beim Kauf von bereits befallenem Getreide ein. Dies passiert recht häufig, da diese Vorratsschädlinge häufig in Getreidesilos bzw. in Befall ist im Frühstadium kaum zu erkennen, da sich die Larven komplett innerhalb der Getreidekörner entwickeln. Meist wird man auf den Befall erst dann aufmerksam, wenn man Käfer oder die typischen Löcher im Getreidekorn entdeckt, aus denen die Käfer ausgeschlüpft sind. Besonders wer größere Mengen an Getreide lagert, sollte das Getreide regelmäßig inspizieren um einen Befall frühzeitig zu erkennen. Generell ist es wichtig Getreide kühl und trocken zu lagern. Liegt die Kornfeuchte des Getreides unter 9 %, so können sich Kornkäfer nicht vermehren.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Der Kornkäfer befällt verschiedene Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste oder Mais. Daneben wurden diese Vorratsschädlinge aber auch schon in Buchweizen, Mehl, Kleie, Mandeln, Erdnüssen, Erbsen, Bohnen oder Sojabohnen gefunden. Aufgrund seiner Vorliebe für Getreide können diese Käfer auch in den sog. Körnerkissen auftauchen.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Treten diese Vorratsschädlinge im Privathaushalt auf, so sollte man die befallenen Produkte komplett entsorgen. In Getreidelagern können nur gasförmige Insektizide zur Bekämpfung eingesetzt werden, da sich die Larven immer gut geschützt im Inneren des Getreidekorns aufhalten. Wenn Sie Probleme mit Kornkäfern haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die wissen wie man diese Vorratsschädlinge nachhaltig bekämpfen kann.

 

Kugelkäfer (Gibbium psylloides)

Aussehen
Kugelkäfer (Gibbium psylloides) haben vergleichsweise lange Fühler und erinnern auf den ersten Blick eher an eine kleine Spinne als an einen Käfer. Die Tiere sind recht klein und erreichen nur eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Kopf, Halsschild und Flügeldecken sind unbehaart. Die Flügeldecken sind glatt und glänzend braun rot gefärbt. Die Tiere können nicht fliegen, da ihre Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

 

Lebensweise
Die Käfer leben sehr versteckt – daher fällt vielen Menschen oft nicht auf, dass diese Schädlinge im Haus vorkommen. Hinzu kommt, dass Käfer und Larven nachtaktiv sind. Den Tag verbringen die Tiere dicht aneinander gedrängt in Ritzen und Spalten. Die Larven können sich bei Temperaturen zwischen 20 und 35°C entwickeln. Bei einer Temperatur von 33°C dauert ihre Entwicklung nur 45 Tage. Die erwachsenen Käfer können bis zu eineinhalb Jahre leben. Sie kommen wochenlang ohne Nahrung aus und überleben auch kühle Temperaturen.

 

Vorkommen
Die Art ist weltweit verbreitet und kann an pflanzlichen und tierischen Vorräten Schäden hervorrufen. Man hat diese Käfer z. B. schon an Getreide, Gewürzen, Fischmehl, Hundefutter oder Trockenfrüchten gefunden. Besonders häufig kommt es in Fachwerkhäusern zu Massenvermehrungen, wo Larven und erwachsene Käfer in den Strohfüllungen von Zwischendecken leben. Oft bemerkt man die Tiere erst dann, wenn z. B. Leitungen neu verlegt werden oder sonstige Umbaumaßnahmen in den befallenen Gebäuden durchgeführt werden. In diesen Fällen können die Käfer beispielsweise aus der Decke fallen oder unter Fußleisten hervor kommen.

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Leider kann man sich kaum vor einem Befall schützen. Häufig leben Kugelkäfer jahrelang unbemerkt in alten Häusern – v. a. in Fachwerkhäusern. Meist fällt ein solcher Befall erst dann auf, wenn z. B. der neue Besitzer eines solchen Hauses Umbaumaßnahmen durchführt. In solchen alten Häusern sollte man Getreide und andere Vorräte, die im Keller gelagert werden gut verschließen, damit Kugelkäfer nicht unbemerkt hinein gelangen können.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Diese Käferart wird sowohl als Hygiene- wie auch als Materialschädling angesehen. Nahrungsmittel und gelagertes Getreide werden nicht nur von den Larven, sondern auch von den Käfern selbst angefressen, durch Fraßmehl, Kot, Larvenhäute und Puppenhüllen verunreinigt und so für den menschlichen Verzehr unbrauchbar gemacht. Darüber hinaus werden Verpackungsmaterialien zerstört, in die sich die Larven zur Verpuppung einbohren. In Fachwerkhäusern können bei einem Massenbefall hunderte Käfer aus den strohgefüllten Gefachen in die Wohnräume gelangen.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Zur Bekämpfung müssen staubförmige oder flüssige Kontaktinsektizide in den Bereichen ausgebracht werden, in denen sich die Käfer aufhalten (z. B. in Zwischendecken von Fachwerkhäusern). Die Bekämpfung von Kugelkäfern ist extrem schwierig. Man sollte sie daher professionellen Schädlingsbekämpfungsunternehmen überlassen, die einem Berufsverband angehören. Diese Unternehmen kennen sich auch im Bereich Holz- und Bautenschutz bestens aus und wissen, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

 

Maiskäfer (Sitophilus zeamais)

Aussehen
Der rund 3 mm lange Maiskäfer (Sitophilus zeamais) hat rüsselförmig verlängerte und nach unten gebogene Mundwerkzeuge. An der Basis dieses Rüssels sitzen die seitlich abstehenden Fühler. Auf den bräunlichen Flügeldecken befinden sich 4 scharf begrenzte, rötliche Flecke. Der komplette Halsschild ist mit punktförmigen Vertiefungen bedeckt. Die engerlingsförmigen Larven sieht man normalerweise nicht, da sie sich innerhalb von Maiskörnern entwickeln.

 

Lebensweise
Der Maiskäfer befällt neben Mais auch andere Getreidesorten. Um seine Eier abzulegen frisst das Weibchen zunächst ein Loch in die Schale des Maiskorns. Dann legt es ein einzelnes Ei in diese Öffnung und verschließt das Loch anschließend wieder. Die Larve entwickelt sich im Maiskorn und frisst es dabei vollständig von innen aus. Die komplette Entwicklung und Umwandlung zum Käfer findet im Inneren des Maiskorns statt. Erst der Käfer verlässt das Maiskorn um sich fortzupflanzen. In den Tropen wird Mais direkt auf dem Feld befallen. Anders als Kornkäfer können Maiskäfer fliegen.

 

Vorkommen
Maiskäfer leben in den Tropen und Subtropen. In die Schweiz werden sie regelmäßig vor allem mit Maisimporten eingeschleppt. Man findet die Art bei uns vor allem in Getreidelägern oder Lebensmittelbetrieben, in denen Mais und andere Getreidesorten verarbeitet werden.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Maiskäfer schleppt man sich meist beim Kauf von befallenem Mais oder Lebensmitteln ein. Da sich die Larven innerhalb des Maiskorns entwickeln, fällt der Befall oft nicht gleich auf. Meist wird der Befall erst dann bemerkt, wenn man Käfer oder die typischen Löcher im Maiskorn sieht, aus denen die Käfer ausgeschlüpft waren. Besonders wer größere Mengen an Mais oder anderen Getreidesorten zu Hause lagert, sollte seine Vorräte regelmäßig genau betrachten um einen Befall frühzeitig zu erkennen. Werden Vorräte kühl und trocken gelagert, so haben es tropische Vorratsschädlinge wie der Maiskäfer schwer sich zu vermehren.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Maiskäfer kommen als Vorratsschädlinge in Getreidelägern und lebensmittelverarbeitenden Betrieben vor. Von hier aus gelangen sie in den Handel und tauchen letztlich auch in Privathaushalten auf. Neben den reinen Fraßschäden bereitet dieser Schädling vor allem durch die Verunreinigung der befallenen Ware große Probleme.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Treten diese Vorratsschädlinge im Haushalt auf, so sollte man die befallenen Produkte komplett wegwerfen. In Getreidelagern können nur gasförmige Insektizide zur Bekämpfung eingesetzt werden, da sich die Larvenimmer gut geschützt im Inneren des Getreidekorns aufhalten. Wenn Sie Probleme mit Maiskäfern haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die wissen wie man diese Vorratsschädlinge nachhaltig bekämpft.

 

Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Aussehen
Der Mehlkäfer (Tenebrio molitor) ist dunkel gefärbt und wird rund zwei Zentimeter groß. Ein charakteristisches Merkmal ist eine vorspringende Wulst an den Kopfseiten, die an eine Augenbraue erinnert. Allerdings ist dieses Merkmal nur unter dem Mikroskop eindeutig zu sehen weshalb man die Bestimmung am besten einem Fachmann überlassen sollte. Die Larven des Mehlkäfers werden als Mehlwürmer bezeichnet, obwohl sie als Insektenlarven natürlich nicht zur Gruppe der Würmer gehören. Sie sind deutlich heller gefärbt als die ausgewachsenen Insekten und besitzen einen runden, langgestreckten Körperbau.

 

Lebensweise
Der Mehlkäfer ist in Mitteleuropa auch im Freiland zu finden, wo die Art zum Beispiel in Vogelnestern oder Totholz vorkommt. In erster Linie tritt diese Käferart aber als Schädling an Getreideprodukten wie Mehl oder Weizenkleie auf. Der Entwicklungszyklus dauert bis zu zwei Jahre. Käfer und Larven können trockene Bedingungen sehr gut tolerieren.

 

Vorkommen
Es handelt sich um eine einheimische Käferart, die im Freiland oft in Vogelnestern oder in Totholz zu finden ist. Sehr häufig findet man die Käfer in Dachstühlen die von Tauben besiedelt werden, in Mühlen oder in Getreidelägern. Vermutlich ist die Art mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet, da sie mit Getreidelieferungen unabsichtlich verschleppt wurde. Auch ihre Verwendung als Futtertiere für verschiedene Reptilienarten hat sicherlich zu ihrer Ausbreitung beigetragen.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Als Privatperson kann man sich diese Vorratsschädlinge mit befallenen Getreideprodukten wie Mehl unbemerkt ins Haus holen. Auch wenn Tauben auf dem Dachboden oder unterm Dach brüten, können diese Käfer in die Wohnung gelangen. Wie bei allen vorratsschädlichen Insekten sind auch hier die hygienische Lagerung und die regelmäßige Kontrolle von Vorräten die geeignetsten Maßnahmen um einen Befall erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Nahrungsmittel die von diesen Vorratsschädlingen befallen werden, sollten auf gar keinen Fall mehr zubereitet bzw. verzehrt werden, da Vorräte mit dem Kot der Tiere verunreinigt werden. Die Ausbreitung von Bakterien und Schimmelpilzen ist dann meist die Folge.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Zunächst ist es wichtig den Befallsherd zu suchen und herauszufinden auf welchem Weg die Schädlinge ins
Haus gelangt sind.

 

Messingkäfer (Niptus hololeucus)

Aussehen
Die mehr oder weniger kugelförmigen Messingkäfer (Niptus hololeucus) erinnern vom Aussehen an eine Spinne und werden zwischen 2,6 und 4,6 mm lang. Die Flügeldecken sind dicht mit messinggelben Haaren bedeckt. Diese auffällige Färbung hat den Käfern auch ihren deutschen Namen eingebracht. Die Fühler der Käfer sind auffallend lang.

 

Lebensweise
Die nachtaktiven Käfer leben sehr versteckt – daher fällt vielen Menschen oft nicht auf, dass diese Schädlinge im Haus vorkommen. Die Art bevorzugt einen Temperaturbereich von 20 bis 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 %. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert bei 20°C mehr als ein halbes Jahr. Gefressen wird vor allem pflanzliche Nahrung wie getrocknete Pflanzenteile, Stroh, Getreide oder Trockenfrüchte.

 

Vorkommen
Die Art kommt vermutlich auf der ganzen Welt vor. Besonders häufig leben die Tiere in Fachwerkhäusern. Hier halten sie sich in den Strohfüllungen von Wänden und Zwischendecken auf. Oft bemerkt man die Tiere erst, wenn Elektroleitungen neu verlegt werden oder sonstige Umbaumaßnahmen im Gebäude durchgeführt Käfer beispielsweise aus der Decke fallen oder unter Fußleisten hervor kommen.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Leider kann man sich kaum vor einem Befall schützen. Häufig leben Messingkäfer jahrelang unbemerkt in alten Häusern – v. a. in Fachwerkhäusern. Meist fällt ein solcher Befall erst dann auf, wenn größere Umbaumaßnahmen im Haus durchführt werden.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Die Art gilt als Vorrats- und Materialschädling. Sowohl die Larven, als auch die Käfer ernähren sich von einer Reihe tierischer und pflanzlicher Stoffe. Befallen werden unter anderem Stroh, Spreu, getrocknete Pflanzenteile, Getreide, Getreideprodukte, Backwaren, Feigen, Tabak und Federn. Lebensmittel werden vor allem durch Kot und Spinnfäden verunreinigt, die die Larven produzieren. Besonders häufig treten die Tiere in alten Fachwerkhäusern auf, wo sie sich im pflanzlichen Füllmaterial von Zwischendecken massenhaft vermehren können. Auch Textilien und Leder werden von den Käfern manchmal zerstört.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Die Bekämpfung bereitet oft große Schwierigkeiten. Zunächst muss der Befallsherd ausfindig gemacht werden. Grundsätzlich müssen alle Hohlräume, in denen sich die Tiere aufhalten und vermehren könnten untersucht werden. Hierzu zählen unter anderem Geschossdecken die pflanzliches Füllmaterial enthalten, Hohlräume in Dachschrägen und Dachgeschoßausbauten oder längere Zeit nicht benutzte Schornsteine. Zur Bekämpfung können flüssige und staubförmige Präparate die in die Versteckplätze der Tiere ausgebracht werden müssen. Man sollte mit den Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt ein professionelles Schädlingsbekämpfungsunternehmen beauftragen, das einem Berufsverband angehört. Diese Unternehmen kennen sich auch im Bereich Holz- und Bautenschutz bestens aus, verfügen über das zur Bekämpfung erforderliche technische Equipment und wissen welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten ist.

 

Museumskäfer (Anthrenus museorum)

Aussehen
Museumskäfer (Anthrenus museorum) erreichen eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Auf den überwiegend dunkel gefärbten Flügeldecken fallen einige helle Schuppen auf. Am hinteren, äußeren Rand des Halsschilds, sowie hinter dem Schildchen finden sich weitere helle Zeichnungselemente. Außerdem befinden sich auf den Flügeldecken 3 unscharfe, wellenförmige Querlinien aus ockergelben Schuppen. Die Larven sind stark behaart und besitzen sog. Pfeilhaare, die der Verteidigung dienen. Außerdem besitzen sie lange Borsten am Hinterleib.

 

Lebensweise
Der gesamte Entwicklungszyklus beträgt 7 bis 14 Monate, so dass pro Jahr nur eine einzige Generation entstehen kann. Die erwachsenen Käfer fressen ausschließlich Nektar und Pollen. Sie werden von Licht angezogen und fliegen daher im Frühjahr häufig ins Haus. Hier legen die Weibchen ihre Eier z. B. an Wollteppichen ab. Die lichtscheuen und sehr versteckt lebenden Larven sind echte Nahrungsspezialisten, da sie das Protein Keratin verwerten können, welches in Haaren, Federn und Horn vorkommt.

Vorkommen
Museumskäfer sind weltweit verbreitet. Bei uns leben sie sowohl in Gebäuden, als auch im Freiland. In Wohnungen findet man die Larven z. B. zwischen Dielenritzen von Holzfußböden. Hier fressen sie Haare, die sich zwischen den Ritzen gesammelt haben. Die Käfer findet man häufig auf Fensterbänken oder an den Fensterscheiben.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Um einem Befall vorzubeugen, sollte die Wohnung regelmäßig gründlich gereinigt werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich Ansammlungen von Staub und Haaren bilden, die den Larven als Nahrung dienen können. Auch tote Tiere auf dem Dachboden, wie z. B. Mäuse, können eine Nahrungsgrundlage für den Museumskäfer darstellen. Ganz kann man sich aber vor einem Befall nicht schützen, da die Käfer im Frühjahr durch geöffnete Fenster ins Haus kommen.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Museumskäfer sind Textilschädlinge und Hygieneschädlinge. Die Larven fressen Löcher in Textilien oder Teppiche aus Wolle. Die Pfeilhaare der Larven können allergische Reaktionen der Haut oder auch der Atemwege hervorrufen. Bohren sich die mikroskopisch kleinen Pfeilhaare in die Haut ein, so können bei empfindlichen Personen juckende Quaddeln wie nach einem Mückenstich auftreten.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Ohne ein gutes Mikroskop kann man Museumskäfer nicht von ähnlich kleinen Käfern unterscheiden. Wenn Sie den Verdacht haben, dass diese Käfer in Ihrer Wohnung leben, so sollten Sie die Tiere von einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen bestimmen lassen, das einem Berufsverband angehört. Hier kann
man diese Käfer von anderen, ähnlich aussehenden Arten unterscheiden und Sie über Möglichkeiten einer Bekämpfung informieren. Die Profis helfen Ihnen die Ursache für den Befall zu finden und wissen genau wie man diese Schädlinge am besten bekämpft.

 

Nordamerikanische Splintholzkäfer (Lyctus planicollis)

Aussehen

Der Nordamerikanische Splintholzkäfer (Lyctus planicollis) wird rund einen halben Zentimeter lang. Die Tiere haben einen lang gestreckten, schlanken Körperbau. Die Flügeldecken sind hellbraun, der Halsschild eher dunkelbraun gefärbt. Die beiden letzten Glieder der 11-gliedrigen Antenne sind vergrößert und bilden eine deutlich abgesetzte Fühlerkeule. Auf den Flügeldecken befinden sich längs verlaufende Linien.

 

Lebensweise

Die Larven dieser Holzschädlinge entwickeln sich im Holz verschiedener Laubhölzer. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert 6 bis 12 Monate. Nach dem Schlupf paaren sich die Käfer. Die Weibchen legen dann bis zu 50 Eier in kleinen Rissen von unbehandeltem Holz ab. Direkt nachdem sie aus dem Ei geschlüpft sind beginnen die Larven zu fressen und bohren sich immer tiefer in das Holz ein. Befallenes Holz wird nach und nach von immer mehr Fraßgängen durchzogen, die mit Fraßmehl, also den Ausscheidungen der Larven angefüllt sind. Um sich zu verpuppen legt die Larve nahe unter der Holzoberfläche eine Puppenwiege an. Der frisch geschlüpfte Käfer frisst sich durch das Holz nach außen und hinterlässt dabei ein rundes Loch, das einen Durchmesser von maximal 1,5 mm hat.

 

Vorkommen

Der Nordamerikanische Splintholzkäfer stammt ursprünglich aus Nordamerika. Mittlerweile lebt die Art aber auch in Europa. In der Schweiz gilt die Art mittlerweile als ein sehr häufiger Holzschädling.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Die Käfer sind nachtaktiv und werden von künstlichen Lichtquellen angelockt. Auf diesem Weg kommen sie regelmäßig ins Haus. Auch mit befallenen Holzgegenständen schleppt man sich die Tiere häufig ein. In der Regel fällt der Befall erst dann auf, wenn die Käfer das Holz durch die typischen Ausfluglöcher verlassen. Holz, das mit Holzschutzmitteln behandelt wurde, wird in der Regel nicht befallen.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Dieser Holzschädling befällt nur selten Holz, das älter als 5 Jahre ist. Neben Laubgehölzen wie Esche, Ahorn, Eiche, oder Mahagoni entwickeln sich die Larven auch in Bambus. Sehr häufig wird Holz befallen, das in Sägewerken gelagert wurde. Regelmäßig findet man die Tiere aber auch in Parkettstäben.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Um Holzschädlinge zu bekämpfen können entweder Kontaktinsektizide oder hohe Temperaturen nach dem Heißluft Verfahren eingesetzt werden. Schon allein aufgrund der hierzu benötigten Technik sollte man Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt von einem Fachmann durchführen lassen. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Berufsverband angehören, kennen sich auch im Bereich Holz- und Bautenschutz aus, können Sie fachmännisch beraten und entscheiden, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

 

Reiskäfer (Sitophilus oryzae)

 

Aussehen

Die maximal 3,5 mm langen Reiskäfer (Sitophilus oryzae) besitzen rüsselförmig verlängerte und nach unten gebogene Mundwerkzeuge. Auf den Flügeldecken fallen 4 unregelmäßig geformte, orangefarbene bis rötliche Flecken auf. Der Halsschild weist ein Muster aus zahlreichen, länglichen Punkten auf. Nur die Mittellinie des Halsschilds ist glatt. Die engerlingsförmigen Larven bekommt man normalerweise nicht zu Gesicht, da sie sich innerhalb von Reis- und Getreidekörnern entwickeln

Lebensweise

Der Reiskäfer befällt vor allem Getreide wie Weizen, Mais und Reis. Zur Eiablage frisst das Weibchen zunächst ein Loch in die Schale des Getreidekorns. Dann legt es ein einzelnes Ei in diese Öffnung und verschließt das Loch anschließend mit einem speziellen Sekret. Die Larve entwickelt sich innerhalb des Getreidekorns und höhlt es vollständig aus. Die aus den Tropen stammenden Käfer können fliegen und sind recht wärmeliebend. Bei entsprechend hohen Temperaturen dauert die gesamte Entwicklung nur knapp einen Monat. Die Käfer sind frostempfindlich und sterben bereits bei 0°C nach kurzer Zeit ab. In geheizten Lagerräumen treten 3 bis 4 Generationen pro Jahr auf.

 

Vorkommen

Reiskäfer leben hauptsächlich in den Tropen. In die Schweiz werden sie regelmäßig vor allem mit Reislieferungen eingeschleppt. Man findet die Art bei uns vor allem in Getreidelägern oder Lebensmittelbetrieben, in denen Reis und andere Getreidearten verarbeitet werden.

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Diese Schädlinge schleppt man sich meist beim Kauf von befallenem Getreide bzw. Lebensmitteln ein. Ein Befall ist im Frühstadium kaum zu erkennen, da sich die Larven komplett innerhalb des Getreidekorns entwickeln. Meist wird man auf die Tiere erst dann aufmerksam, wenn man Käfer oder die typischen Löcher im Getreidekorn entdeckt, aus denen die Käfer ausgeschlüpft sind. Besonders wer größere Mengen an Reis, Mais oder Weizen zu Hause lagert, sollte das Getreide regelmäßig inspizieren um einen Befall frühzeitig zu erkennen. Generell ist es wichtig Getreide kühl und trocken zu lagern. Liegt die Kornfeuchte des Getreides unter 13 %, so können sich die Schädlinge nicht vermehren.

 

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Reiskäfer treten als Vorratsschädlinge in Getreidelägern und Lebensmittelverarbeitenden Betrieben auf. Von hier aus gelangt die Art regelmäßig in den Handel und taucht letztlich auch in Privathaushalten auf. Neben den reinen Fraßschäden bereitet dieser Schädling vor allem durch die Verunreinigung der befallenen Ware große Probleme.

 

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Treten diese Vorratsschädlinge im Haushalt auf, so sollte man die befallenen Produkte komplett entsorgen. In Getreidelagern können nur gasförmige Insektizide zur Bekämpfung eingesetzt werden, da sich die Larven immer gut geschützt im Inneren des Getreidekorns aufhalten.

 

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