Halmfliegen (Thaumatomyia notata)

Aussehen
Halmfliegen (Thaumatomyia notata) sind recht kleine Fliegen, die nur rund zwei Millimeter lang werden und vom Laien leicht mit den ähnlich kleinen Fruchtfliegen verwechselt werden können. Der mittlere Körperabschnitt zeigt auf gelber Grundfärbung drei schwarze Längsstreifen. Diese leuchtende Färbung ist allerdings nur unter dem Mikroskop gut zu sehen. Mit bloßem Auge sieht diese Fliegenart dagegen recht unscheinbar aus und kann leicht mit einer Fruchtfliege verwechselt werden.

Lebensweise
Halmfliegen fressen Nektar und Honigtau (Ausscheidungen von Blattläusen). Die Larven leben im Boden und fressen Wurzelläuse, also Läuse die im Boden an Pflanzenwurzeln saugen. Den überwiegenden Teil des Jahres verbringen diese Fliegen im Freiland und fallen in der Regel nicht weiter auf. Auffällig werden sie erst wenn sie im Herbst in großer Anzahl in Gebäude eindringen um hier zu überwintern.

Vorkommen
Die Halmfliege ist eine einheimische Fliegenart, die in ganz Mitteleuropa weit verbreitet ist und auch in Nordafrika und Teilen Asiens vorkommt. In der Schweiz tritt sie überall auf und kommt sowohl in Großstädten als auch auf dem Land vor.

Wie kann man sich vor Befall schützen?
Um zu verhindern dass die Fliegen im Herbst ins Gebäude eindringen sollten an allen Fenstern Fliegengitter angebracht werden. Darüber hinaus gibt es aber leider viele Möglichkeiten für die winzigen Fliegen in Häuser und Wohnungen zu gelangen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Regelmäßig suchen Halmfliegen immer wieder dieselben Häuser als Winterquartier auf. Hier können sich mitunter Millionen dieser kleinen Insekten versammeln. Allein durch ihre bloße Zahl können sie im Haus nicht toleriert werden, obwohl sie den Menschen nicht stechen und auch keine Lebensmittel befallen. Aufgrund der meist trockenen Bedingungen im Haus sterben die Fliegen während der Überwinterung ab, so dass die toten Tiere bald in großer Zahl Boden und Einrichtungsgegenstände bedecken.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Zunächst ist es wichtig den winzigen Fliegen durch bauliche Maßnahmen den Zugang ins Gebäude zu versperren. Zur Bekämpfung können Kontaktinsektizide und Silikatstaub verwendet werden. Diese Bekämpfungsverfahren sollten aber grundsätzlich nicht von Personen ohne Sachkundenachweis durchgeführt werden.

Fruchtfliegen

Aussehen

Fruchtfliegen sind sehr kleine Fliegen, die in der Regel nur zwei bis drei Millimeter lang werden. Manche Fruchtfliegen haben rote Augen. Einige Arten besitzen auf dem Hinterleib dunkle Querstreifen . Die Larven werden auch Maden genannt. Sie sind weißlich gefärbt, besitzen keine Beine und entwickeln sich in überreifen Früchten, Obstabfällen wie zum Beispiel Bananenschalen und ähnlichem.

 

Lebensweise

Die Fliegen ernähren sich hauptsächlich von Flüssigkeiten und legen ihre Eier an überreifem Obst, Obstabfällen oder gärenden Flüssigkeiten wie Fruchtsäften, Wein, Essig oder Bier ab. Hier entwickeln sich die weißlichen Maden. Im Sommer, wenn die Temperaturen hoch sind, dauert es nur rund 10 Tage, bis sich aus den Eiern wieder die nächste Fliegengeneration entwickelt hat. Aufgrund dieser schnellen Entwicklung und der hohen Vermehrungsrate kann ein einziges Fruchtfliegenweibchen in nur einem Monat theoretisch 16 Millionen Nachkommen haben.

 

Vorkommen

Fruchtfliegen kommen weltweit vor. Diese winzigen Fliegen können sich überall dort explosionsartig vermehren, wo pflanzliche Abfälle unhygienisch gelagert werden. Regelmäßig treten diese Schädlinge in Biomülltonnen und Komposthaufen auf. Von hier fliegen sie dann auch in die Wohnungen um ihre Eier an Früchten – vor allem an überreifem Obst – abzulegen. Massenvermehrungen gibt es besonders im Sommer in Großküchen, Keltereien, Brauereien oder Obstlagern. In Lebensmittelbetrieben leben Fruchtfliegen das ganze Jahr über und können sich hier auch fortlaufend vermehren.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Leider kann man sich nicht 100-prozentig vor einem Befall mit Fruchtfliegen schützen, da die Fliegen in der warmen Jahreszeit überall vorkommen und durch geöffnete Fenster in die Wohnung fliegen. Um zumindest zu vermeiden, dass sich Fruchtfliegen im Sommer explosionsartig vermehren, müssen insbesondere Obstabfälle so gelagert werden, dass die Fliegen hier nur schlecht ihre Eier ablegen können. Man sollte Obstabfälle daher nicht auf dem Kompost entsorgen, sondern besser in die Biomülltonne werfen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Abfälle gut in Zeitungspapier eingewickelt werden. Der Deckel der Biomülltonne muss selbstverständlich immer gut geschlossen werden. In der Wohnung sollte man Obst vor allem im Sommer am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Fruchtfliegen können Bakterien und andere Krankheitserreger übertragen, wenn sie z. B. zuerst im Komposthaufen auf Obstabfällen gesessen haben und dann später auf Lebensmitteln herum laufen. Aus diesem Grund gelten diese kleinen Fliegen auch als Hygieneschädlinge.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Für eine direkte Bekämpfung eignen sich UV-Lampen, Fliegenfallen, Insektensprays und Fliegenstrips. UV-Lampen sind bei sachgerechter Anwendung umwelt- und anwenderfreundlich und können daher besonders zum Einsatz in Lebensmittelverarbeitenden Betrieben oder Restaurants empfohlen werden. Parallel zu den Bekämpfungsmaßnahmen müssen auch die Entwicklungsplätze der Maden beseitigt werden. Nur so lässt sich verhindern, dass sich diese Schädlinge weiter vermehren.

abc-Schädlingsbekämpfung

 

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Einsatzgebiete:

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