DIE INVASIVE AMEISE (Tapinoma magnum) : Beratung, Bekämpfung und Prävention

Aussehen
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum breitet sich zunehmend in der Schweiz und Deutschland aus – und stellt eine ernstzunehmende Gefahr dar. Anders als die heimische Schwarzgraue Wegameise bilden diese Tiere riesige Superkolonien mit mehreren Königinnen, die sich über große Flächen erstrecken und kaum zu kontrollieren sind.
Lebensweise
Tapinoma magnum bildet weitverzweigte Superkolonien mit zahlreichen Königinnen, die sich über große Flächen erstrecken und eng miteinander kooperieren. Die Ameisen sind ganzjährig aktiv, sehr mobil und ernähren sich unter anderem von Honigtau sowie süßen Haushaltsresten, was sie häufig in Wohnungen und Häuser führt.
Vorkommen
Die Nester befinden sich bevorzugt im Boden, unter Pflastersteinen, in Mauerritzen oder an warmen, urbanen Standorten – oft in direkter Nähe zu Gebäuden. Tapinoma magnum nistet bevorzugt unter Pflastersteinen, in Mauerritzen oder direkt im Boden – oft in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden.
​Wie kann man sich vor Befall schützen?
Auf der Suche nach Nahrung dringen die Arbeiterinnen regelmäßig in Wohnungen ein, besonders wenn süße Lebensmittel wie Marmelade, Honig oder Fruchtsäfte offen stehen. Wer solche Lebensmittel gut verschließt und potenzielle Zugangspunkte abdichtet, kann einem Befall vorbeugen – bei ersten Anzeichen sollte jedoch rasch gehandelt und professionelle Hilfe hinzugezogen werden.​
Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?
Tapinoma magnum ist nicht nur lästig, sondern kann auch erhebliche Schäden verursachen. Die Ameisen unterwandern Pflasterungen, Mauern und Gebäudefundamente, was zu strukturellen Problemen führen kann. Durch ihre aggressiven Superkolonien verdrängen sie heimische Arten und fördern indirekt die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen, da sie Blattläuse aktiv schützen und pflegen.
Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?
Die Bekämpfung von Tapinoma magnum ist besonders herausfordernd, da ihre Superkolonien mit mehreren Königinnen sehr widerstandsfähig und weit verzweigt sind. Herkömmliche Mittel wie Kontaktinsektizide und Fraßköder zeigen oft nur begrenzte Wirkung. Eine sichere Identifikation der Art und eine gezielte Bekämpfung sollten daher unbedingt durch ein professionelles Schädlingsbekämpfungsunternehmen erfolgen – denn die Wahl der richtigen Methode hängt stark von der genauen Ameisenart und der Struktur
Wie erkenne ich die Invasive Ameisenart Tapinoma magnum?
Wenn Sie in Ihrem Garten Ameisen entdecken, können Sie mit einer einfachen Geruchsprobe herausfinden, ob es sich um die Art Tapinoma magnum handelt. Dazu zerdrücken Sie vorsichtig eine einzelne Ameise zwischen den Fingern. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Sekunden entfaltet sich ein markanter, unangenehmer Geruch, der an Buttersäure erinnert – ein stechender, leicht ranziger Duft. Genau dieses charakteristische Aroma ist ein typisches Erkennungsmerkmal dieser invasiven Ameisenart.